»Am Puls der Zeit«

ist der diesjährige Titel des 24. Bädertages Mecklenburg-Vorpommerns, am 26. April 2018, im Erholungsort Stralsund und Seebad Altefähr. Denn es ist ein deutlicher Zeitenwandel im Tourismus/Gesundheitstourismus unseres Landes spürbar und darauf gilt es sich rechtzeitig einzustellen.

Doch wie wir uns zukünftig aufstellen, muss beleuchtet werden. Es geht um Anforderungen und Herausforderungen für Unternehmen, Orte und Regionen, es geht um Strukturen und Strategien. Die neue Tourismuskonzeption soll dementsprechende Rahmenbedingungen schaffen. Bekannter Weise sind mit rund 75% aller Übernachtungen die Kur- und Erholungsorte die tragenden Säulen unseres Tourismus und Gesundheitstourismus im Land. 61 Reha- Kliniken steuern mit einer durchschnittlichen Jahresauslastung von rund 90% erheblich zur wirtschaftlichen Stabilisierung bei.

Qualität und innovative Angebote gewinnen zunehmend an Bedeutung. Bereits seit seiner Gründung hat sich der Bäderverband M-V e. V. dieser Aufgabe gestellt, sei es über die AG „Qualitätsoffensive in den Kur- und Erholungsorten“ oder bei der Überarbeitung der Begriffsbestimmungen des Deutschen Heilbäderverbandes e. V. zur Anerkennung der Kur- und Erholungsorte, sagt der Präsident des Bäderverbandes M-V e.V. und Vizepräsident des Deutschen Heilbäderverbandes e. V., Andreas Kuhn. Über ihn nimmt Mecklenburg-Vorpommern entsprechenden Einfluss auf die moderne und damit zeitgemäße Gestaltung der Begriffsbestimmungen, als Grundlage der Kurortgesetze der Bundesländer. Auch Mecklenburg-Vorpommern beabsichtigt sein Kurortegesetz und das damit in Verbindung stehende Kommunalabgabegesetz zu novellieren. Den Kommunen sollen mehr Gestaltungsmöglichkeiten eingeräumt und den Gästen ein erhöhter Mehrwert eröffnet werden. Eine gut ausgebaute Infrastruktur, gekoppelt mit einer ausgezeichneten Dienstleistung und innovativen Angeboten sind gefragter denn je. So hat als Novum das Projekt des Bäderverbandes M-V e.V. zum Ausbau von Kur- und Heilwäldern, eine große Resonanz erfahren. National und international steht die natürliche Ressource Wald, für die indikationsbezogene, therapeutische Nutzung hoch im Kurs. Die Erfahrung zum Ausbau der Kur- und Heilwälder des Bäderverbandes M-V e. V. sind sehr geschätzt. Nach der Ausweisung des ersten Kur- und Heilwaldes in Europa, im Ostseebad Heringsdorf, werden in nächster Zeit weitere Waldgebiete in Mecklenburg-Vorpommern folgen. Die gestresste und von Zivilisationserkrankungen geplagte Gesellschaft sehnt sich nach natürlichem Ausgleich und den können die Kur- und Erholungsorte u.a. mit den ortsgebundenen Heilmitteln und als Ergänzung dem Kur- und Heilwald bieten, ist Kuhn überzeugt.

 

 

Rostock, den 24. April 2018